Das Taxigewerbe heißt die Flüchtlinge herzlich willkommen!

BZP-Vorsitzender Michael Müller wendet sich entschieden gegen fremdenfeindliche Übergriffe.

Die Soldaten von Machthaber Assad ebenso wie der unglaublich brutale IS terrorisieren die Menschen in Syrien und im Irak. Die Taliban verbreiten immer noch Schrecken in Afghanistan, in Somalia herrscht Bürgerkrieg, und in vielen afrikanischen Ländern, aber auch auf dem westlichen Balkan herrscht große wirtschaftliche Not. Viele Menschen sehen keinen anderen Ausweg, als ihre Heimat zu verlassen.

Uns bewegen die Schlagzeilen von der Flüchtlingskrise der vergangenen Tage und Wochen sehr. Menschen, die aus ihrer Heimat flüchten müssen, können und dürfen uns nicht egal sein. Der BZP stellt sich klar an die Seite derjenigen, die Flüchtlinge unterstützen und ihnen helfen.

Zugleich verurteilen wir gewalttätige Ausschreitungen und Übergriffe durch fremdenfeindliche und
M. Müller: Taxigewerbe ist
schon immer ein Integrator 

rechtsextreme Gewalttäter auf das Schärfste. Gerade im Taxi- und Mietwagengewerbe erleben wir täglich das gemeinsame Miteinander von Menschen, die aus ganz unterschiedlichen Kulturkreisen kommen und sich hier auf dem Beförderungsmarkt engagieren – sei es als Fahrer oder als Unternehmer.

Multikulturelles Leben ist für uns lebendige Praxis. Für viele Menschen, die nicht aus Deutschland stammen, ist das Taxigewerbe Broterwerb und wichtiger Teil der Lebensgestaltung. Das Gewerbe bindet sie aber auch in die Gesellschaft ein, die Branche ist ein Integrator. Daher stellen wir uns Gewalt und Fremdenfeindlichkeit mit aller Macht entgegen.

Das deutsche Taxigewerbe hat vor allem durch das Engagement von Menschen aus mehr als 100 verschiedenen Ländern bereits viele Aufgaben und Probleme gemeistert und wird auch die gewaltigen Herausforderungen der Zukunft bewältigen. Sicher ist: Ohne Migranten gäbe es in Deutschland schon lange keinen funktionierenden Taxiverkehr mehr. Das Gewerbe ist genauso auf Zuwanderung angewiesen wie die ganze von Überalterung bedrohte Gesellschaft der Bundesrepublik.

Sicher ist auch: Natürlich stellt der gegenwärtige Ansturm von Flüchtlingen eine große Herausforderung dar. Die Probleme können aber nur in einer weltoffenen Gesellschaft im Dialog gelöst werden, nicht mit dumpfen Anfeindungen und krimineller Gewalt. Daher stellen wir uns als Verband vor unsere gegenwärtigen und auch zukünftigen Kollegen und Unternehmer, wo auch immer sie geboren sind. Sie gehören zu uns! Heute und auch in Zukunft!

(Vorabauszug aus BZP-Report 6/2015, Erscheinungstermin 11.9.2015)