Video-Berichte vom Taxitag in Leipzig am 3.6.2014

Am 3.6.2014 fand auf der Leipziger AMI wieder der Taxitag statt, einer der Schwerpunkte war die traditionelle Podiumsveranstaltung des Deutschen Taxi- und Mietwagenverbandes im Congress Center Leipzig (CCL) auf dem Messegelände.

Neben dem Fiskaltaxameter und Angriffen auf die gewerbliche Personenbeförderung durch illegale Anbieter stand vor allem DAS Angstthema gesetzlicher Mindestlohn im Mittelpunkt der Diskussionen.
 

Video 1: zum Angstthema Mindestlohn wurde im Leipziger CCL sehr ausführlich diskutiert

Am Vortag hatte auf der Delegiertenversammlung des Bundesverbandes eine Satzungsänderung nicht die erforderliche Mehrheit erreicht, mit welcher der BZP-Vorstand den Verband als Arbeitgebervereinigung aufstellen wollte. Mit dem geänderten Verbandsstatus sollten der Weg zu Verhandlungen mit Verdi geebnet werden, um mit einem Tarifvertrag die stufenweise Einführung des Mindestlohnes zum 1.1.2017 zu ermöglichen und so dem Gewerbe Zeit zu verschaffen, sich auf den unausweichlichen Strukturwandel besser einzustellen. Damit wird der 1.1.2015 als Einführungstermin auch für das Taxi- und Mietwagengewerbe immer wahrscheinlicher.  

Die Auswirkungen des Mindestlohnes auf das Taxigewerbe sind in ihrer ganzen Tragweite noch gar nicht absehbar. Vorsichtige Schätzungen sprechen davon, dass zumindest jeder vierte der insgesamt 200.000 Jobs in der Branche auf der Kippe steht.


Video 2: zweites Thema waren die ab November 2016 vorgeschriebenen Fiskaltaxameter

Für Außenstehende ist es ein Wort, dass sie kaum benutzen - Fiskaltaxameter. Für die Taxibranche ist es dagegen nicht nur ein Wort, sondern ein großes Thema. Denn ab November 2016 werden verstärkte Aufzeichnungs- und Aufbewahrungsverpflichtungen wirksam. Und da gibt es noch einige Probleme, wie die Diskussion auf der Leipziger Messe gezeigt hat, siehe Video 2.


Video 3: der BZP nimmt den Kampf gegen die illegalen Personenbeförderer Uber & Co auf

Immer drängender werden auch die Fragen, die illegale Personenbeförderer sowohl international als auch auf dem deutschen Beförderungsmarkt aufwerfen. Spätestens seit dem Markteintritt von Uber mit dem Angebot UberPOP für die Vermittlung von "Privatfahrern" in Berlin im April 2014 muss realisiert werden, dass internationale Konzerne die nationale Gesetzgebung vorsätzlich missachten und dabei regelrecht Züge organisierter Kriminalität annehmen. Der BZP hat unter

www.schwarzkonkurrenz.de 

eigens eine Art Sammelbecken für alle News aus der grauen und schwarzen Beförderungsecke installiert. In Video 3 sehen Sie Statements von BZP-Präsident Michael Müller und BZP-Geschäftsführer Thomas Grätz zu den illegalen Konkurrenten.       

(Meldung vom 5.6.2014, ergänzt am 6.6.2014)