Taxibranche befürchtet Arbeitsplatzverluste durch Mindestlohn

Würzburg - Ein flächendeckender Mindestlohn in Höhe von 8.50 Euro wird nach Ansicht des Deutschen Taxi- und Mietwagenverbandes BZP zu einem Verlust von Arbeitsplätzen in der Branche führen. "Es gibt Gegenden, da wird in der Stunde nicht mal ein Umsatz von 8,50 Euro erreicht. Dagegen ist ein Mindestlohn in Regionen wie im Rheinland besser durchzusetzen", sagte der im Amt bestätigte BZP-Präsident Michael Müller am Freitag auf der Jahreshauptversammlung des Verbandes in Würzburg. "Der Mindestlohn sei die größte Herausforderung für die Branche seit Jahren."

Müller forderte erneut eine mindestens zweijährige Übergangsfrist vor der Einführung einer Lohnuntergrenze. "Wir brauchen einfach Sonderregelungen, um entsprechende Verträge umzusetzen", betonte der BZP-Präsident. Schließlich seien nicht nur Fahrten vom Flughafen ins Hotel oder vom Theater nach Hause betroffen. "Taxis übernehmen auch sehr viele Beförderungsleistungen für Schüler, für Kranke oder Behinderte. Einem Mindestlohn müssen vor allem Ausschreibungen der öffentlichen Hand oder der Krankenkassen Rechnung tragen". Dabei gebe es derzeit häufig die Situation, dass die Politik zwar gern eine gerechte Bezahlung fordere, bei Ausschreibungen dann aber das Angebot den Zuschlag erhalte, das eine angemessene Entlohnung offenkundig aber nicht gewährleiste.

Laut einem Gutachten würden bei einem Mindestlohn von 8,50 Euro die Preise für Taxi-Fahrten um etwa 20 bis 25 Prozent steigen müssen.

Ihr Ansprechpartner zu diesem Thema:

 

RA Thomas Grätz,
Geschäftsführer des Deutschen Taxi- und Mietwagenverbandes e.V. (BZP)

Deutscher Taxi- und Mietwagenverband e.V. (BZP)
Zeißelstraße 11, D-60318 Frankfurt am Main

Tel.: 49 (69) 95 96 15-0
Fax: 49 (69) 95 96 15-20
E-Mail: thomas.graetz@bzp.org

Internet: www.bzp.org

(Pressemitteilung vom 18.10.2013)