Reifenindex bei MB 200 CDI und 220 CDI: dank BZP-Initiative ist die E-Klasse nun auch auf V-Reifen umrüstbar!

Beim 2012er Seegespräch, dem alljährlichen Zusammenkommen von BZP-Vorstand sowie Geschäftsleitung der Mercedes-Benz Vertriebsorganisation Deutschland (MBVD), wurde unter anderem vom BZP die Problematik eingebracht, dass die E 200 CDI und E 220 CDI laut Papieren beim Reifenaustausch mit den für Geschwindigkeiten bis 270 km/h zugelassenen W-Reifen ausgestattet werden müssen, obwohl angesichts der Höchstgeschwindigkeiten der beiden angeführten Modelle die weitaus günstigeren V-Reifen mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit bis 240 km/h vollkommen ausreichen müssten.

MBVD erklärte diese Vorgabe des W-Reifenindexes zunächst damit, dass der Reifenindex nicht nur von der möglichen Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeuges, sondern auch von weiteren Einflussgrößen wie Fahrzeuggewicht — auch abhängig von der Fahrzeugausstattung —, zulässigem Gesamtgewicht und Stützlast (für Anhängerbetrieb) beeinflusst werde. Sie würden sich aber dafür einsetzen, dass noch einmal geprüft werde, ob nicht auch die V-Reifen bei den Limousinen und Kombimodellen des E 200 CDI und E 220 CDI zulässig sein könnten.

In der Folge mündete die Initiative in einer von Daimler ausgehenden Zertifizierung und Freigabe durch den TÜV, sodass nun das für viele Taxi- und Mietwagenunternehmer erfreuliche Ergebnis erzielt werden konnte, dass grundsätzlich auch V-Reifen bei den W 212 und S 212 der Modellreihe E 200 CDI und E 220 CDI eingesetzt werden können.

Im Einzelnen ist folgende Rad-Reifenkombination zulässig:

Folgende Rad-Reifenkombinationen sind zulässig
 Achse   RadgrößeReifengrößeHinweise  
VA/HA 7 J x 16 H2 ET 38 205/60 R 16 92 Vnur W 212 (Lim.)
VA/HA 7,5 J x 16 H2 ET 45,5225/55 R 16 95 Vnur W 212 (Lim.)
VA/HA 8 J x 16 H2 ET 46225/55 R 16 95 Vnur W 212 (Lim.)
VA/HA 7,5 J x 16 H2 ET 45,5225/55 R 16 99 V XL
VA/HA 8 J x 16 H2 ET 46 225/55 R 16 99 V XL

Nach dieser damit erfolgten Zertifizierung/Freigabe ist erfreulicherweise der Einsatz dieser V-Reifen ohne eine zusätzliche Begutachtung oder einen Fahrzeugschein-Eintrag mit entsprechenden Kostenfolgen ohne weiteres und ab sofort möglich.

Achtung: Diejenigen, die nun V-Reifen aufziehen lassen, sollten zur Vermeidung von Problemen bei etwaigen Kontrollen allerdings zwingend eine Kopie der Bescheinigung des TÜV Süd vom 21.11.2012 im Fahrzeug mitführen, weil der Fahrzeugschein nun einmal etwas anderes aussagt.

(Meldung vom 22.01.2013)

 

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Fürs Handschuhfach: Bescheinigung des TÜV Süd bei Umrüstungen der MB-Baureihe 212 auf V-Bereifung