BMF-Schreiben vom 26.11.2010 zur Aufbewahrung digitaler Unterlagen bei Bargeschäften - Fiskaltaxameter für 2016?

Das Bundesministeriums der Finanzen hat mit einem sogenannten "BMF-Schreiben" mit Datum vom 26.11.2010 Regelungen zur Aufbewahrung digitaler Unterlagen bei Bargeschäften getroffen.

BMF-Schreiben sind vom Bundesministerium der Finanzen im Einvernehmen mit den Ländern herausgegebene Erlasse, welche die untergeordneten Finanzbehörden zu beachten haben. Sie stellen im Innenverhältnis quasi Anweisungen an die Steuerverwaltung dar.

Der BZP hatte am 25.02.2010 bereits zu dem Entwurf eines BMF-Schreibens mit vergleichbarer Zielrichtung ausführlich Stellung bezogen, siehe auch Meldung vom 01.03.2010.

Stark verkürzt kann man aussagen, dass das Bundesfinanzministerium in dem aktuellen Schreiben die Einführung von einer Art „Fiskaltaxameter" bis Ende 2016 vorsieht, aber z.B. das vom BZP beim Erstentwurf monierte Problem der mangelnden Erfassung der Mietwagenunternehmer mit der Konsequenz der Gefahr einer „Flucht in den Mietwagen" ungelöst bleibt. Zur Vertiefung: Stellungnahme des BZP vom 25.02.2010.

Die Gremien des BZP werden sich zeitnah mit dem Schreiben und den sich daraus ergebenden Konsequenzen befassen. Von einer weiteren inhaltlichen Bewertung wird deshalb an dieser Stelle abgesehen.

BMF-Schreiben zur Aufbewahrung digitaler Unterlagen bei Bargeschäften vom 26.11.2010

(Meldung vom 06.12.2010)