Pressemitteilung: Taxi-Gewerbe verärgert über provokante Rabattaktion

Umstrittene Rabattaktionen von mytaxi sorgen bei Deutschlands Taxifahrern für Unmut.  „Mit den Discountpreisen macht mytaxi den Markt kaputt und hebelt die vermittelnde Rolle der Taxi-Zentralen aus“, schimpft ein Unternehmer. „Aussagen, dass man enger mit den Taxizentralen zusammen arbeiten will, sind angesichts dieser Aktion doch vollkommen leeres Gewäsch“, pflichtet ihm ein weiterer bei. Hintergrund der Proteste ist eine zweiwöchige Aktion von mytaxi, bei der der Anbieter zehn Prozent der Taxirechnung für alle Fahrten im Münchner Stadtgebiet übernimmt, die per mytaxi App bezahlt werden.

Der Präsident des Deutschen Taxi- und Mietwagenverbandes, Michael Müller, erklärte dazu: „Wir haben nichts gegen Wettbewerb. Aber er sollte mit fairen Mitteln erfolgen. Hier ist es nach unserem Eindruck so, dass man zur Installation der mytaxi-App gezwungen wird, um in den Genuss des Rabatts zu kommen. Es drängt sich der Eindruck auf, dass auf lange Sicht versucht werden soll, die Taxi-Zentralen auszuhebeln, um letztlich das Geschäft nur noch über die App zu machen. Ich kann nur vor dem Hereinfallen auf diese einseitige Herangehensweise warnen.“

Erst im Dezember hatte mytaxi mit einer ähnlichen Aktion in Hamburg 50 Prozent des regulären Taxitarifs erstattet. Michael Müller: „Von 50 Prozent in der gesamten Adventszeit zu jetzt zehn Prozent innerhalb eines zweiwöchigen Zeitraumes – möglicherweise sind die Organisatoren der Aktion selbst von ihrem Erfolg nicht sonderlich überzeugt. Auf alle Fälle glauben wir, dass das Gewebe mit den Herausforderungen durch den Mindestlohn, dadurch notwendigen Tarifanpassungen sowie illegale Anbieter derzeit genügend Baustellen hat. Diese sollten nicht durch umstrittene Rabattaktionen noch zusätzlich erweitert werden!“

Ihr Ansprechpartner zu diesem Thema:

RA Thomas Grätz,
Geschäftsführer des Deutschen Taxi- und Mietwagenverbandes e.V. (BZP)

Deutscher Taxi- und Mietwagenverband e.V. (BZP)
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(Meldung vom 10.03.2015)