Initiative zur Integration von Flüchtlingen vorgestellt: BZP diskutiert auf Herbsttagung über spezielle Patenschaften – Unterstützung durch unbürokratische Entscheidungen angemahnt

Chemnitz/Frankfurt – Der Deutsche Taxi- und Mietwagenverband BZP hat auf seiner Herbsttagung in Chemnitz eine Initiative zur schnelleren Eingliederung von Flüchtlingen in die Branche vorgestellt.

“Interessenten sollen auch bei anfangs noch geringen Sprachkenntnissen eine schnelle Chance erhalten – dies kann mit speziellen Patenschaften geschehen”, sagte Verbandspräsident Michael Müller. Er fügte hinzu: “Gerade im Taxi- und Mietwagengewerbe erleben wir täglich das gemeinsame Miteinander von Menschen, die aus ganz unterschiedlichen Kulturkreisen kommen und sich hier auf dem Beförderungsmarkt engagieren – sei es als Fahrer oder als Unternehmer”.

Herausforderungen, wie bspw. fehlende Dokumente und andere Nachweisprobleme, will der BZP mit Unterstützung der Politik lösen. So ist der Führerschein zur Fahrgastbeförderung, der sogenannte P-Schein, die Voraussetzung für eine Zulassung als Fahrer/in zum Taxi-Gewerbe. Und das muss zum Schutz der Fahrgäste auch so bleiben. „Allerdings setzt dieser P-Schein eine kostenpflichtige mehrwöchige Ausbildung voraus”, erklärte Müller. Die Arbeiten des BZP an einer Konzeption, die eine betriebliche Ausbildung mit Sprachkursen in einer angemessenen Dauer verbindet, sind weit fortgeschritten.

Um sicher zu stellen, dass viele Menschen zügig einen P-Schein erhalten können, sind schnelle Förderprogramme der jeweiligen Arbeitsagenturen vor Ort vonnöten. „Hier benötigen wir die Unterstützung der Politik. Im Gegenzug wird das Taxigewerbe die weitergehende Integration der Fahrer/innen und ihrer Familienangehörigen auch über die Ausbildungszeit hinaus engagiert begleiten.”

Ihr Ansprechpartner zu diesem Thema:

RA Thomas Grätz,
Geschäftsführer des Deutschen Taxi- und Mietwagenverbandes e.V. (BZP)

Deutscher Taxi- und Mietwagenverband e.V. (BZP)
Gerbermühlstraße 9
D-60594 Frankfurt am Main
Tel.: 49 (69) 95 96 15-0
Fax: 49 (69) 95 96 15-20
E-Mail: thomas.graetz@bzp.org
Internet: www.bzp.org

(Meldung vom 23.10.2015)